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Excel Daten auswerten ohne Pivot: Klartext-Fragen mit Claude

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KI Praxis Insider

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Pivot ohne Pivot-Angst

Warum du keine Feldliste mehr brauchst, um deine Daten zu verstehen

Microsoft beerdigt dieses Jahr ein Feature nach 13 Jahren. Für dich ist das die beste Excel-Nachricht seit Langem.

Als ich als Controller angefangen habe, habe ich Reports von Kollegen übernommen. Gebaut mit Pivot-Tabellen.

Das Problem: Ich kannte mich mit Pivots nicht aus.

Also habe ich diese Dateien behandelt wie rohe Eier. Bloß nichts anklicken. Bloß kein Feld verschieben. Ein falscher Klick, und der Report ist kaputt und alle sehen, dass der Neue keine Ahnung hat.

Ich hatte das mächtigste Auswertungswerkzeug von Excel direkt vor mir. Und ich habe mich nicht getraut, es anzufassen.

Ich war wie Gollum mit dem Ring. Ich hatte einen Schatz in der Hand und wusste nicht, welche Macht in ihm steckt. Ich habe ihn nur gehütet.

Jahre später weiß ich: So geht es den meisten mit Pivots. Sie ahnen, dass da was geht. Aber die Angst vor dem falschen Klick ist größer als die Neugier.

Die gute Nachricht: Dieser Kampf ist vorbei.

Die unbequeme: Während du deine Daten weiter hütest wie Gollum seinen Ring, beantwortet dein Mitbewerber die Kundenfrage direkt im Termin.

Du musst Pivots nicht beherrschen, um wie ein Profi auszuwerten. Es reichen drei Schritte: Frage stellen, Ergebnis prüfen, nachbohren.

Schritt 1: Frag dein Sheet, als wäre es ein Kollege

Vor zwei Wochen haben wir deine Export-Datei gesäubert. Letzte Woche hast du gelernt, deine Daten zu befragen statt zu rechnen. Heute holst du dir die Auswertung, für die andere eine Pivot-Schulung brauchen.

Öffne deine Tabelle, öffne Claude in Excel und schreib: “Wie viel Umsatz pro Region und Quartal?” (Claude in Excel braucht einen bezahlten Plan. Der Gratis-Weg aus Ausgabe #40 funktioniert genauso: Datei hochladen, Frage stellen.)

Das ist alles. Keine Feldliste. Kein Ziehen von “Region” in Zeilen und “Betrag” in Werte. Keine Panik, ob da jetzt Summe oder Anzahl steht.

Ich habe das mit einem typischen Chaos-Export getestet: 180 Zeilen, deutsche Zahlenformate, Regionsnamen mal groß, mal klein geschrieben. Eine Frage, eine fertige Auswertung. Inklusive Gesamtzeile.

Schritt 2: Kontrolliere die Antwort wie ein Controller

Jetzt kommt der Teil, den die meisten überspringen. Und genau deshalb scheitern sie.

KI liefert dir eine Auswertung, die immer überzeugend aussieht. Ob sie stimmt, ist eine andere Frage.

Zwei Kontrollen, dreißig Sekunden:

Erstens: Stimmt die Gesamtsumme mit deiner Ausgangstabelle überein? Eine Differenz heißt, irgendwo wurde gefiltert oder verschluckt.

Zweitens: War deine Frage eindeutig? “Bester Kunde” kann Umsatz heißen oder Anzahl Aufträge. Wer schwammig fragt, bekommt eine präzise Antwort auf die falsche Frage.

Du bleibst der Controller. Claude ist der Praktikant, der verdammt schnell rechnet.

Schritt 3: Nutze die Folgefrage, die keine Pivot je konnte

Microsoft hat das schon 2013 versucht. Power BI Q&A hieß das Feature: eine Textbox, in die du Fragen tippen konntest. Die Ergebnisse waren überschaubar. Es funktionierte nur mit perfekt aufbereiteten Datenmodellen und handgepflegten Synonymlisten.

Im Dezember 2026 stellt Microsoft Q&A ein. Nach 13 Jahren.

Warum das eine gute Nachricht für dich ist: Die Technologie, die es jetzt wirklich kann, hast du bereits. Und sie kann etwas, das keine Pivot-Tabelle der Welt kann: nachbohren.

“Warum ist Graz in Q2 explodiert?” Eine Pivot zeigt dir, dass Graz explodiert ist. Claude zeigt dir, welche Kunden, welche Leistungen und welcher Monat dahinterstecken. Im Dialog, Frage für Frage.

Das ist der Unterschied zwischen einer Auswertung und einer Antwort.


IMPLEMENTATION KIT

Pivot-Frage-Pack

Die vier Auswertungs-Prompts aus dieser Ausgabe als Kopiervorlage, plus eine Übungsdatei mit 180 Zeilen Chaos-Export zum Nachbauen. Du stellst die Fragen, prüfst die Ergebnisse und übst das Nachbohren an Testdaten, bevor du deine echten Kundenzahlen anfasst.

Hier der Link zum Probieren: Implementation Kit Wie ich immer sage, man lernt nur neue Dinge, indem man sie einfach probiert.


Schnell-Check

  • Öffne eine echte Tabelle und stelle eine Klartext-Frage: “Wie viel X pro Y?”
  • Prüfe die Gesamtsumme gegen deine Ausgangsdaten
  • Formuliere eine mehrdeutige Frage bewusst präziser: “Umsatz” statt “am besten”
  • Stelle eine Folgefrage zur größten Überraschung im Ergebnis
  • Zeitlimit: 15 Minuten. Mehr brauchst du nicht.

Stell dir vor, du sitzt im nächsten Kundentermin und jemand fragt: “Können wir das nach Region aufschlüsseln?” Und statt “Ich melde mich morgen” sagst du: “Moment.” Dreißig Sekunden später liegt die Antwort auf dem Tisch.

Das ist keine Zukunftsvision. Das ist ein Dienstagnachmittag mit den richtigen drei Schritten.

Welche Frage würdest du deinen Daten stellen, wenn du keine Angst vor dem falschen Klick hättest?

Probier es HEUTE aus: eine Tabelle, eine Frage, 15 Minuten. Antworte mir mit deinem Ergebnis, ich lese jede Mail.

Bis nächste Woche,

Hans Peter

P.S. Gollum hat seinen Schatz fast 500 Jahre gehütet, ohne ihn zu verstehen. Du brauchst nur 15 Minuten.

P.P.S. Im Kurs “KI und Claude in der Praxis” bauen wir aus solchen Fragen komplette Auswertungs-Workflows. Schreib mir und ich melde mich, sobald der Kurs steht. Wer sich jetzt meldet, bekommt den Early-Bird-Rabatt.

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Weniger Hamsterrad. Mehr von dem, worin du wirklich gut bist.