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KI in Excel: Formeln, Pivots & Analyse in 3 Schritten

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KI Praxis Insider

Weniger Hamsterrad. Mehr von dem, worin du wirklich gut bist.

Hör auf, Formeln zu googeln. Frag die KI. Direkt in Excel.

Warum der eigentliche Gewinn von KI in Excel nicht im Tippen liegt, sondern in der Zeit danach.

40 Minuten für eine Formel. Heute: 30 Sekunden.

Aber das ist nicht der Punkt.

In meiner früheren Tätigkeit hatte ich oft denselben Moment. Ein großes Excel-Sheet, eine Formel, die ich brauchte, und keine Ahnung, wie ich sie baue.

Also: googeln. Foren durchklicken. SVERWEIS? INDEX? Das Ganze verschachteln?

40 Minuten später lief die Formel. Dann der nächste Block. Wieder von vorn.

Heute beschreibe ich der KI in zwei Sätzen, was die Formel tun soll. 30 Sekunden, sie läuft, und ich bin schon bei der nächsten Aufgabe.

Klingt nach einem netten Zeitspar-Trick.

Ist es nicht.

Denn die 40 Minuten waren nie das eigentliche Problem.

Das eigentliche Problem: Solange du Formeln baust, analysierst du nicht.

Du brauchst keine Formel-Akrobatik. Du brauchst drei Schritte.

Schritt 1: Starte mit der Frage, nicht mit der Formel

Die meisten öffnen Excel und denken sofort in Funktionen.

Welche brauche ich? SVERWEIS oder XVERWEIS? Wie kriege ich die Bedingung rein?

Falscher Einstieg.

Fang mit deiner Geschäftsfrage an. „Welche drei Kunden haben im letzten Quartal am meisten Umsatz gebracht, und wie hat sich das zum Vorjahr verändert?”

Das ist die Frage, die dein Chef stellt. Nicht „wie baue ich eine WENN-Kette”.

Wenn du mit der Frage startest, weiß die KI, wohin. Wenn du mit der Formel startest, rätst du.

Schritt 2: Sag, was du brauchst. KI baut die Formel

Jetzt beschreibst du dein Ziel in normaler Sprache.

„Gib mir eine Spalte, die per XVERWEIS den Deckungsbeitrag aus Tabelle 2 holt und Null zeigt, wenn nichts gefunden wird.”

Claude in Excel oder Copilot bauen dir die Formel direkt im Sheet. ChatGPT geht auch, da kopierst du die Formel halt rüber. Verschachtelte WENN-Ketten, XVERWEIS über mehrere Blätter, eine Pivot-Struktur für die Auswertung.

Und der wichtigste Teil: Lass sie dir erklären.

Nicht nur liefern. Erklären. Damit du verstehst, was in deinem Sheet passiert.

Ein Tool, das du nicht verstehst, vertraust du keinem Sheet an. Genau deshalb funktioniert dieser Schritt.

Schritt 3: Steig aus dem Bauen aus, rein in die Analyse

Hier wird es entscheidend.

Die gesparte Zeit ist nicht der Punkt. Was du mit ihr machst, ist der Punkt.

Früher war ich nach 40 Minuten froh, dass die Formel überhaupt lief. Für die eigentliche Analyse blieb kaum Energie.

Heute lasse ich die KI ein großes File durchgehen und frage: „Was fällt dir auf? Wo sind Ausreißer, Muster, Lücken?”

Und dann passiert etwas, das vorher nie passiert ist: Sie deckt Dinge auf, die ich nie gesucht hätte. Probleme in den Daten, die mir komplett entgangen wären.

Aus der Roh-Datei wird eine Management-Summary. Aus Zahlen werden Erkenntnisse.

Ein Wort zur Vorsicht: Lade keine sensiblen oder personenbezogenen Daten hoch. Anonymisiere vorher, oder beschreibe das Problem abstrakt. Deine Kundendaten gehören nicht ungefragt in ein KI-Tool.

KI spart dir nicht das Tippen. Sie gibt dir das Denken zurück.

Dein Schnell-Check

  • Letzte Excel-Formel: Selbst gegoogelt oder beschrieben? Wenn gegoogelt, hast du Zeit am falschen Ende verbrannt.
  • Letzte Auswertung: Hast du nur gerechnet, oder auch gefragt „was fällt dir auf”?
  • Dein nächstes großes Sheet: Startest du mit der Frage oder mit der Funktion?
  • Verstehst du die Formel, die dir die KI baut? Wenn nein: erklären lassen, bevor du sie nutzt.

Stell dir vor, deine nächste Auswertung ist in 10 Minuten fertig statt in einem halben Nachmittag. Nicht, weil du schneller tippst. Sondern weil du aufhörst zu tippen und anfängst zu denken.

Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der Excel bedient, und jemandem, der mit Excel etwas sieht.

Was war deine letzte Excel-Aufgabe, bei der du eine Stunde mit einer Formel gekämpft hast, und wie viel davon hättest du in echte Analyse stecken können?

Antworte oder kommentiere mit einer Zeile. Ich lese alles.

Bis nächste Woche, Hans Peter

P.S. Du brauchst kein Excel-Profi zu werden. Du brauchst nur aufzuhören, dich wie einer aufzuführen. Beschreibe dein Ziel. Lass bauen. Analysiere.

P.P.S. Kleine Vorankündigung: Ich arbeite gerade an einem Kurs: KI & Claude in der Praxis. Wer früh auf die Warteliste kommt, bekommt 70% Rabatt. Weitere Infos folgen in einer der nächsten Ausgaben.

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